Kinder fördern aber nicht überfordern

Jeder Mensch hat eine Begabung, das ist vielfach genetisch bedingt. Der eine errechnet besonders schnell mathematische Gleichungen im Kopf, der andere dribbelt elegant mit dem Ball über den Sportplatz. Die Fähigkeit auf einem bestimmten Gebiet kann unter anderem intellektueller, künstlerischer oder sportlicher Natur sein. Häufig wird Begabung – auch als Talent bezeichnet – vor allem mit einer gewissen Intelligenz verbunden. Studien bestätigen, dass bei begabten Menschen bestimmte Hirnregionen stärker ausgebildet sind und dort eine erhöhte Aktivität messbar ist. Alle Fähigkeiten, die für Erfolg in Beruf, Schule oder Universität nötig sind, können auf die so genannte allgemeine kognitive Begabung zurückgeführt werden – so das Ergebnis einer Studie der Universitäten von Illinois und Minnesota. Aber auch gesellschaftliche, familiäre und schulische Bedingungen sowie Persönlichkeit und Motivation sind von Bedeutung. Was unumstritten ist: Je früher die Begabung erkannt wird, desto besser kann sie gefördert beziehungsweise stimuliert werden. Doch wie genau erkennt man Begabung? Wer Neigung und Spaß an einer Sache hat sowie neugierig auf Mehr ist, dem fällt sie leichter als Anderen. Das wiederum führt zu einem guten Ergebnis, es entsteht Selbstvertrauen. Im besten Fall wird sogar etwas Neues erfunden – das zeigt der Wettbewerb „Jugend forscht“. Im Bereich Sport legen häufig genetische Bedingungen die Grundlage für Begabung: Wer besonders groß ist, wird im Basketball besonders gut aufgehoben sein. Die Forschung hat inzwischen 52 Gene identifiziert, die für sportliche Leistungsfähigkeit verantwortlich sind. Selbst in Ausdauersportarten, bei denen lange Zeit der Trainingsfleiß als wichigste Voraussetzung galt, sind Gene identifiziert worden, durch die sich Sportler von anderen unterscheiden. Früher galt es als überehrgeizig, wenn Eltern die Begabungen ihrer Kinder unterstützen wollten. Mittlerweile wird frühkindliche Bildung ab der Geburt bis ins Vorschulalter als sehr wichtig angesehen. Denn durch das spielerische Lernen erfährt das Kind sich selbst und seine Umwelt besser kennen. Wer viel ausprobiert und mit Gleichaltrigen spielt, entwickelt zudem ein gesundes Selbstbewusstsein. Das sind Grundlagen für das gesamte weitere Leben. Insbesondere in der Zeit zwischen 18 und 36 Monaten, in der Sprachgefühl, Motorik und soziale Intelligenz schnell fortschreiten, ist frühkindliche Bildung sinnvoll. Im zweiten und dritten Lebensjahr kommt es vor allem darauf an, Geschicklichkeit, Beweglichkeit, Koordination und Motorik zu erlernen. Überfordern sollte man sein Kind jedoch nicht. Vielmehr gilt das Motto: Der Weg ist das Ziel. Babyschwimmen ist also nicht dazu geeignet, dass der Nachwuchs sich möglichst schnell über Wasser halten kann, sondern um die Balance zu trainieren und das kalte Nass lieben zu lernen. Entscheidend ist auch, dass das freiwillig geschieht. Denn frühkindliche Bildung zeichnet sich durch individuelles, selbstbestimmtes Lernen aus. Wer merkt, dass sein Kind keine Lust hast oder ständig weint, sollte ihm entweder weniger zumuten oder etwas Neues ausprobieren. Und Eltern dürfen zwar am Trainingsplatz zuschauen, in dieser Zeit hat aber der Trainer das Wort und das Kind möglichst viele Freiräume. Kinder brauchen:

  • Einen sicheren Rahmen
  • Anerkennung und Bestätigung – das ist wichtig für das Selbstwertgefühl
  • Sicherheit und Beständigkeit – das wird durch Rituale und Wiederholungen ermöglicht
  • Feinfühliges Eingehen auf ihre Signale – Mimik, Schreien und Körperspannung haben eine Bedeutung
  • Freiraum und Grenzen – Wissensdrang fördern, verständliche Beschränkungen zur Orientierung geben

Bei den Ballinos steht das gemeinsame Erlernen und Spielen in Kleingruppen im Mittelpunkt, nicht der Wettkampfgedanke. Die Übungen sind kindgerecht und phantasievoll, das heißt, die Kinder tauchen in eine Erlebniswelt ein.  Darüber hinaus schaffen wir offene Bewegungsangebote innerhalb einer Stunde. Der Trainer gibt hierbei zwar das Thema durch ein Gerät oder eine Bewegungssituation vor, lässt aber immer ausreichend Spielraum für die kreative Ausgestaltungen des Kindes. Wir versuchen angeleitete Übungen und freie, individuelle Bewegungen zu kombinieren, haben dabei aber immer den Schwerpunkt „Spielen“ im Fokus. Die Kinder sollen die Chance bekommen, sich in einem gewissen Rahmen selbst ausprobieren zu können. Ihr willt mal schnupper? Schaut mal hier nach unseren Kursen.